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rc:lmcontrol:lmc3

LM Control 3 - Anleitung

Einführung

LM-Control 3 ist eine Windows-Anwendung um Lichtmodule über den PC zu konfigurieren.

Alle Lichtmodule auf dieser Seite sind programmierbar. Dabei handelt es sich vor allem um das Einstellen von Blitzmustern, das Anlegen von Modi und das festlegen vom Fernsteuerimpulsen, um das Lichtmodul über den Sender und einen freien Empfängerkanal zu steuern.

Nicht alle Lichtmodule haben diesselben Möglichkeiten. Manche haben z.B. weniger Lichtkanäle, weniger Modi, oder verfügen nicht über eine Spannungsmessung. Was welches Lichtmodul kann, steht auf der Seite zu entsprechenden Lichtmodul. Diese Anleitung orientiert sich am Lichtmodul LM5, mit 6 Lichtkanälen und Spannungsmessung. Das Prinzip ist aber auf alle anderen Lichtmodule übertragbar.

Lichtmodule mit einem älteren Softwarestand müssen mit der Software LM-Control 2 eingestellt werden.

Lichtmodule welche mit LM-Control 3 programmiert werden können: LM4 v3, LM5-Nano v2, LM5.

Wer ein älteres LM4 Lichtmodul (v1 oder v2) besitzt, kann einen neuen Controller mit aktueller Software anfordern und ist somit auf dem neusten Stand und kann LM-Control 3 nutzen.

Was ist neu?

Der größte Unterschied in der Software sind die variablen Modi. Jetzt ist es erstmals möglich, für jeden Modus eine eigene Blitzsequenz pro Kanal auszuwählen.

Außerdem können Ausgänge nun auch dauerhaft invertiert werden, was z.B. bei High-Activen Eingängen von Konstantstromquellen nützlich ist.

Desweiteren wurden die Benutzer-Sequenzen auf 4000 ms (4 Sekunden) verlängert. Die Auflösung beträgt jetzt 20 ms.

Hauptfunktionen

Die Toolbar

Ganz oben befindet sich die Toolbar. Diese ist immer gleich. Der Hauptbereich darunter kann sich von Lichtmodul zu Lichtmodul unterscheiden. Je nach Ausstattung des jeweiligen Moduls.

Die Elemente der Toolbar von Links nach Rechts:

ComPort

Hier wird der ComPort eingestellt über den das Lichtmodul angeschlossen ist. Ist ein USB-Adapter oder ein Bluetooth-Adapter installiert, kann sein ComPort im Gerätemanager von Windows unter “Anschlüsse” nachgeschaut werden.

Der Button “R” erneuert die Liste der verfügbare ComPorts.

Bevor eine Kommunikation stattfinden kann, muss der eingestelle Port mit einem Klick auf den Button “Open” geöffnet werden. Hat das geklappt, wird der Button grün. Ein nochmaliger Klick schließt den ComPort wieder. Bei Bluetooth-Adaptern kann dieser Vorgang bis zu 5 Sekunden dauern!

Download

Herunterladen der Konfiguration von einem angeschlossenen Lichtmodul. Die Konfiguration wird dann im Hauptfenster angezeigt. Damit dieser Button verfügbar ist, muss ein ComPort geöffnet und ein Lichtmodul ausgewählt sein.

Upload

Befindet sich eine Konfigration im Hauptfenster so kann diese zurück in das Lichtmodul geladen werden. Alle Änderungen werden erst dann im Lichtmodul wirksam wenn sie mit diesem Button übertragen wurden.

New, Save, Open

New: Öffnet eine neue Konfiguration für das ausgewählte Lichtmodul. Save: Speichert eine aktuelle Konfiguration in einer Datei. Open: Öffnet eine gespeicherte Konfiguration.

Module

Hier sind alle Lichtmodule aufgelistet. Bevor der ComPort geöffnet wird, sollte hier das angeschlossene Lichtmodul ausgewählt sein. Ein Klick auf das Kreuz schließt eine offene Konfiguration.

Commands

Manche Lichtmodule können über die Software auch gesteuert werden. Die Commands zeigen eine Liste mit Kommandos welche an das angeschlossene Lichtmodul gesendet werden können. Dazu gehört Beispielsweise das Zurücksetzen der Konfiguration in den Auslieferungszustand.

Manche Lichtmodule haben hier auch RUN und STOP. Damit kann die Lichtsequenz während des Einstellens ein- oder ausgeschaltet werden. So kann eine Konfiguration sofort getestet werden.

Hauptfenster

(für LM5, LM4v3, LM5-Nano v2)

Das Hauptfenster zeigt je nach Lichtmodul unterschiedliche Features. Hier am Beispiel des LM5. Das Hauptfenster ist in verschiedene Abschnitte unterteilt:

Global Settings

Hier werden globale Einstellungen vorgenommen.

Der Startup-Delay gibt an, wie lange das Lichtmodul nach dem Einschalten wartet, bis es einen Empfängerimpuls sucht. Dies ist nützlich, falls der Empfänger erst nach dem Lichtmodul eingeschaltet wird, oder etwas länger zum “hochfahren” braucht.

Der Mode count legt die Anzal der verwendeten Modi fest. Die Anzahl der Modi entspricht einfach der Anzahl der verschiedenen Zustände, in die das Modul (z.B. via Schalter am Sender) gebracht werden kann. Denkbar sind hier z.B. “Alles aus”, “Nur Positionslichter”, “Nur Blitzleuchten”, “Alles ein”. Diese Zustände werden im Programm “Modus” genannt und im nachfolgenden Abschnitt mit Leben gefüllt.

Sequences

In diesem Abschnitt sind alle Lichtkanäle (im Beispiel 6 Stück, A-F) aufgelistet. Für jeden Lichtkanal kann über eine Dropdown-Box eine Blinksequenz ausgewählt werden. Darüber befindet sich eine Dropdown-Box in dem ein Modus ausgewählt werden kann. Es sind so viele Modi verfügbar, wie om vorherigen Abschnitt eingestellt wurden.

Für jeden Modus können die Sequenzen darunter separat eingestellt werden.

Es ist eine bestimmte Anzahl von Sequenzen fest in jedes Lichtmodul eingebaut und benamt (z.B. Wing-Strobe). Kann ein Lichtmodul auch Benutzersequenzen besitzen, so gibt es zusätzlich noch eine Anzahl User Sequences z.B. User 1.

Ein Modus kann per Klick auf den Button “R” neben der Dropdown-Box als sog. No-RX Mode deklariert werden. Das bedeutet, dieser Modus ist immer dann aktiv, wenn kein Fernsteuerimpuls erkannt wird. So kann das Modul auch ohne Anschluss an einen Empfängerkanal betrieben werden, oder das Lichtmodul kann zusätzlich noch als Modell-Finder benutzt werden, wenn an einen Lichtkanal z.B. ein Summer angeschlossen wird. Es kann dann so konfiguriert werden, dass der Summer einen Alarm gibt, sobald kein Fernsteuerimpuls mehr empfangen wird.

Die eingestellten Sequenzen können zwischen den Modi mit den Button Copy und Paste hin und herkopiert werden. Soll z.B. der Modus 2 genauso wie Modus 1 eingestellt sein, so wird Modus 1 ausgefählt, die Sequenzen mit Copy kopiert, dann Modus 2 ausgwählt und mit Paste diese Einstellungen dort wieder eingefügt.

Mit All Off werden alle Lichtkanäle für den aktuellen Modus auf OFF (AUS) gestellt.

RX Pulselength

Nun da die verschiedenen Modi konfiguriert sind, müssen diese noch per Sender ausgewählt werden können. Dazu werden zwischen den Modi, Pulslängen definiert. Diese entsprechen den Pulslängen in einem Servosignal an einem Empfängerkanal. Je nach Pulslänge ist ein anderer Modus aktiv. So können die Modi per Schalter oder Schieber vom Sender ausgewählt, und so die gesamte Beleuchtung über den Sender gesteuert werden.

In der Liste sind alle Modi aufgeführt. Für jeden Übergang von einem Modus in den anderen, kann eine Pulslänge in µS (Microsekunden) definiert werden. Bei den meisten Fernsteuersystemen sind 1500µS die Mittelstellung. Der maximale Impulsbereich beträgt meist 900-2100 µS. Eine Prozentangabe ist hier nicht möglich, da dies Herstellerabhängig von Sender zu Sender sehr unterschiedlich sein kann. Oft entsprechen -100% = 900µS, 0%=1500µS und +100% = 2100µS.

Um eine Impulslänge einzugeben, einfach auf einen Eintrag in der Liste doppelklicken.

Beispiel: Es gibt 2 Modi. Modus 1 und Modus 2. Zwischen Modus 1 und Modus 2 ist die Schwelle auf 1500µS eingestellt. Wird nun ein Fernsteuerimpuls kleiner als 1500µS empfangen, so ist Modus 1 aktiv und die dort eingestellen Lichtsequenzen werden abgespielt. Wird ein Impuls größer als 1500µS empfangen, so ist Modus 2 aktiv. Dies wäre einfach am Sender zu realisieren in dem dort ein 2 Stufen Schalter verwendet wird, welcher von -100% bis +100% eingestellt wird.

Um ein flackern der Beleuchtung zu vermeiden, falls ein Impuls gerade zwischen zwei Modi liegt, ist eine feste Hystere von 50µS eingestellt.

Wie Impulslängen und Modi zusammenspielen, verdeutlich diese Grafik:

Wird ein Lichtmodul verwendet, welches den aktuellen Fernsteuerimpuls an den PC senden kann (z.B. LM4 und LM5) so kann dieser mit einem Klick auf den Button Read Pulse abgerufen werden. Bei diesen Lichtmodulen steht auch der Pulse Assistant zur Verfügung. Damit müssen die Schaltschwellen nicht selbst eingegeben werden, sondern das Lichtmodul lernt diese direkt vom Sender. Dazu muss das Lichtmodul an einen Empfängerkanal angeschlossen sein, und am Sender muss ein Schalter oder Schieber für diesen Fernsteuerkanal programmiert sein. Folgt man dem Assistenten, so wird nacheinander für jeden Modus der Schalter/Schieber in die gewünschte Position gebracht, und weiter geklickt. Sind alle Modi durchlaufen werden die Pulslängen automatisch korrekt eingestellt.

Alle Impulslängen müssen immer aufsteigend sein. D.h. es muss immer vom kleinsten Wert zum höchsten durchgeschaltet werden.

Voltage Alert - Spannungsalarm

Bei Lichtmodule welche einen Spannungsmesseingang besitzen (z.B. LM4), erscheint das Feld “Voltage Alert”. Hier kann eine Spannungsschwelle eingestellt werden. Unterschreitet die Spannung am Messeingang des Moduls diese Spannung, so wechselt das Modul in den Alert-Mode. Welcher Modus das ist, kann über den Button A neben der Dropdownliste im Feld “Sequences” festgelegt.

Invert Channels

Jeder Kanal der hier angehakt ist, wird dauerhaft invertiert. Dies kann nützlich sein, wenn angeschlossene Verbraucher per Logikeingang gesteuert werden, wie z.B. Konstantstromquellen.

User Sequences

Hier können eigene Lichtsequenzen erstellt bzw. bearbeitet werden.

Die Dropdown-Box zeigt alle Lichtsequenzen in einem Lichtmodul. Die benamten Sequenzen sind fest eingebaut und können nicht geändert werden. Aber sie können angezeigt und damit kopiert werden. Der Button Show zeigt die ausgewählte Sequenz im Sequenz-Feld unten an. Hier wird auch die Gesamtlänge der Sequenz angezeigt. Jede Sequenz muss immer über die gesamte Länge gehen. Ist eine Sequenz nicht so lang, so muss sie bis zum Ende wiederholt werden.

Eine Sequenz im Sequenz-Feld wird geändert in dem das Textfeld direkt darüber bearbeitet wird. Eine 1 bewirkt dass an diesem Punkt in der Sequenz der Ausgang an ist, eine 0 hingegen dass er aus ist. Beim eintippen wird die Sequenz sofort grafisch dargestellt.

Ist eine Sequenz erstellt bzw. bearbeitet, so kann sie in den Speicherplatz einer User-Sequenz gespeichert werden. Hierzu wird die gewünschte Sequenz ausgewählt (User 1, User 2…) und dann mit einem Klick auf den Button Save gespeichert. Achtung: Die Änderung wird erst wirksam wenn die Konfiguration über den Button “Upload” zurück ins Modul geschrieben wird.

Der Button Clear löscht die gesamte Sequenz und hinterlässt ein leeres Eingabefeld.

Repeat bewirkt dass der bisherige Inhalt des Textfeldes, bis zum Ende, immer wieder widerholt wird.

Add 1, Add 0 fügen so viele AN oder AUS Zustände hinzu, wie in der Textbox davor angegeben sind. Die Angabe erfolgt in ms.

Fill 1, Fill 0 füllen das restliche Textfeld mit AN oder AUS auf.

Play durchläuft die Sequenz und zeigt ihre Auswirkungen an.

rc/lmcontrol/lmc3.txt · Last modified: 2014/05/01 18:26 (external edit)